Liebe Mitleser unseres kleinen Reiseblogs, wir haben noch einiges an Reiseberichten nachzuholen, aber im Alltag sind wir doch einfach manchmal mit anderen Projekten beschäftigt. Eins davon ist das Camp Langenberg bei dem wir ein Zeltlager im Wald am Langenberg zwischen der Deutsch-Französischen-Grenze aufbauen und bespielen wollen.
Wolltest du schon immer wie Ronja Räubertochter und Birk durch die Wälder und Hügel streifen, im Bach baden, dich auf Fährtensuche begeben, alte Burgen entdecken und am Feuer kochen?
Dann probier es aus!
In den den Pfingstferien, im malerischen Elsass, bei Wissembourg. Dort findest du unberührte Wälder, verschlungene Pfade und klare Bäche und Quellen. Wir erkunden die Landschaft, bauen Unterschlüpfe, kochen am Feuer mit biologischem Essen und Wildkräutern, und streifen durch die wildschöne Natur.
Für Eure Kinder zwischen 6 und 11 Jahren bieten wir ein Ferienbetreuungsprogramm von 8 bis 16 Uhr. Neben biologischem Mittagessen und Snacks und reichlich Zeit zum freien Spiel erwarten Euch Möglichkeiten sich im Wald in folgenden Fertigkeiten auszuprobieren:
Wilde Feuerküche – Herstellen von Wildkräuterprodukten (Kräutersalz und Pesto)
Naturhandwerken mit Lehm und Leder
Waldwanderung zur Burgruine Guttenberg mit Tierspurenlesen und Mineraliensammeln
Erlernen von Wildnisfertigkeiten
Verbundenheit mit der Erde erleben beim Singen und Geschichtenerzählen am Feuer
u.v.m.
Zum Team gehören:
Madeline Wagner – Wildnispädagogin und Kräuterfachkundige – spontanvegetation.li
Marit Marschall – Kindertherapeutin und Permakulturdesignerin – maritmarschall.de
Fanny, unsere Team-Hündin – Wird ihrem Namen gerecht, freundliche, lustige und treue Begleiterin von Marit.
Liebe Reisegruppe, eine kurze Zusammenfassung unserer letzten Stationen möchten wir noch mit Euch teilen. Wir hatten eine wilde unklare Zeit im Spätsommer, wo es hingehen soll und warum wir eigentlich auf Reisen sind und wonach wir suchen.
Statt in Rumänien, sind wir nun zuerst auf Sardinien gelandet und haben die Wärme und das rauschende Meer genossen. Früchte entdeckt, liebe Menschen getroffen, das wilde Land und alte Kultur gespürt. Potential nach Verbundenheit, aber wir glauben, wir sind doch einfach Menschen des Nordens.
Wir haben uns nach dem Herbst gesehnt und ihn wieder in den Alpen gefunden, mit Dank an die Wälder für Esskastanien und Feuerholz. Aber dazu ein anderes mal mehr…
Visionssuche ist schwer zu beschreiben, wenn man noch nicht ähnliches erlebt hat.
Im Prinzip geht es darum 4 Tage und 4 Nächte fastend, allein, in der Wildnis zu verbringen. Sich mit sich selbst, der Natur und den Elementen auseinanderzusetzen, sich Herausforderungen zu stellen, die bewusst und unbewusst schon da sind. Daran zu wachsen, zu erwachsen.
Visionssuche klingt nach einem klarem Vorgehen mit einem Ergebnis, einer Vision für das eigene Leben, aber es begibt sich nicht unbedingt, was man sich wünscht, sondern das was im Moment richtig für die eigene Person ist, für jeden eine sehr individuelle Reise. Und die Erlebnisse wirken nach, sie sind nicht unbedingt offensichtlich und unmittelbar.
Visionssuche ist voller Geschichten: die vor Ort erlebten Geschichten jeder einzelnen, die mitgebrachten Lebensgeschichten, überlieferte Geschichten, lokale und von weit hergebracht. Aus diesen Geschichten webt sich dann in jedem von uns wieder etwas Neues aus all dem, was diese gesamten Geschichten in uns und für uns bedeuten, zu dem, was unsere weiteren Lebensgeschichten prägen werden.
Struktur & Rituale
Für mich war die Alpe Lutt ein ganz besonderer und schöner Ort. Eva und Wolfgang haben hier einen Platz beseelt mit einer ganz eigenen Kultur. Die Luft ist angefüllt von Gesang und Musik, der Raum wird von Liebe und Wärme umspannt, die Mägen mit reichlich feinem Essen gestreichelt. Und die Natur selbst ist dort einfach schön und wild.
Madeline erwähnte schon dem klaren Tagesablauf, in den ich mich getrost fallen lassen konnte, deutliche Zeitangaben und Vorgaben, aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern und Witz dabei, vieles brauchte einfach seine Zeit und bekam sie auch.
Rituale begleiten fast alle Handlungen, fast alle Handlungen können mit Ritualen ergänzt und begleitet werden. Gerade wenn es darum geht, etwas loszulassen, sich zu Bedanken und sich der Handlungen, die getan werden wollen einfach richtig achtsam Bewusst zu werden.
Die Tage der Vor- und Nachbereitung wurden, neben den üblichen Alptätigkeiten, durch die auch schon von Madeline erwähnten Naturgänge, und die einstimmenden Geschichten und Fragestellungen bestimmt. Für mich persönlich sind die Natur-Schwellengänge etwas ziemlich Neues und etwas, was ich als sehr intensiv und Geschichtentragend erlebt habe; eine ganz eigene Art sich selbst zu sehen.
Ein Prozess, eine Reise & viel Dankbarkeit
Der ganze Prozess der Visionssuche, das davor und danach, das alles war in eine große Reise verwoben, in der alles wohl genau so kommen sollte, wie es gekommen ist. Es gab nicht die eine wirklich entscheidende Begegnung, sondern viele kleine Schritte, angefangen damit mich zu entscheiden diesen Weg zu gehen, meine Absichten schriftlich zu formulieren, der Aufstieg auf die Alpe, intensives Sehen und Gesehen werden von Herzen von anderen Wesen mit resonierenden Frequenzen, Zeit mit mir Allein und der Natur, Geschichten erzählen und reflektieren, Essen, Spülen, Lachen, Singen, und Abschiede feiern.
Es war eine sehr intensive Zeit. Ich hab vieles für mich und über mich gelernt. Neue Aspekte kennen gelernt und alte in neuem Licht gesehen.
Für all die Menschen und Wesen, die mich auf den Weg dahin gebracht und begleitet haben empfinde ich einfach nur eine sehr tiefe Dankbarkeit. Ich habe andere wilde Seiten an mir kennen lernen dürfen und eine tiefe Verbundenheit zur Liebe und zum Leben genossen.
Aho 🌻 Winfried
Links
Visionssuche und andere Seminare zur Selbsterfahrungen und Naturarbeit auf der Alpe Lutt: https://raum-und-weite.net/
Anfang Oktober 2022 waren wir das erste Mal auf dem Langenberg. Wir wurden eingeladen von Marit, die wir auf Lille Lund kennen gelernt haben um bei Ihrem Permakultur-Waldgarten-Workshop mitzuhelfen. Madeline hat vorwiegend am offenen Feuer neben der Seminar-Jurte gekocht, was so einige Herausforderungen und Lernmöglichkeiten mit sich brachte.
Oktober 2022
Eindrücke vom Langenberg 2022
Juli 2023
Marit hat im letzten Dezember angefangen 3000 qm Wald, das umgewidmet wurde, in einen Waldgarten umzugestalten. Der Wald wurde gelichtet um Platz und Sonne zu schaffen für verschiedene Obstbäume, Sträucher und Gemüse. Dazu wurden Bäume nicht komplett gefällt, sondern auf Stock gesetzt, also in etwa 1,5 m Höhe abgesägt. Der Baum stirbt so nicht, sondern treibt neu aus. Die Triebe können dann in einigen Jahren wieder geerntet werden. Viele der Bäume sind sowieso schon Rubinien, die als Fabaceae wertvollen Stickstoff in den Boden bringen
Am 30. Juni ist es soweit, nach fast 10 Jahren gemeinsamer Reise haben wir beschlossen auch den letzten formellen Schritt für unsere Familie zu gehen und JA zu sagen.
Unser Wunsch: Bäume pflanzen, Erde aufbauen, Menschen verbinden.
Geschenke an uns – eine Spende an einen Waldgarten
Unsere Freundin Marit Marshall stellt ihr Projekt im Ökodorf Ecolieu Langenberg vor für das wir im Rahmen unserer Hochzeit um Spenden bitten möchten.
Marit hat im letzten Jahr 500 Bäume und Sträucher rund um das alte Schloss am Langenberg im Elsass gepflanzt um einen essbaren Wald entsehen zu lassen. Da wir uns selbst auf den Weg machen um ein ähnliches Projekt zu starten und Marit uns eine große Inspiration ist, wünschen wir uns als einziges Geschenk von Euch (neben leckerem Essen), einen Beitrag zu diesem Waldgarten.
Marit haben wir auf unserer Reise in den hohen Norden vor zwei Jahren in Dänemark kennen gelernt, und es war als würden wir uns eigentlich schon viel länger kennen. Marit verwirklicht schon das, wovon wir träumen, in ihrem Waldgarten Projekt auf dem Ecolieu Langenberg. Auch wenn wir noch nicht an dem Punkt sind, die Bäume für unsere Kinder und Enkelkinder, auf unserem Land zu pflanzen, so wollen wir dazu beitragen, die ersten Bäume in Marits Waldgarten zu setzten. Für uns, für euch, für eine grüne Erde für uns Alle.
Spendenmöglichkeit
Direkt an den Verein: IBAN: DE 1234567 Für eine Spendenquittung unbedingt Name und Adresse in den Betreff.
Gerne auch an uns, und wir leiten es gesammelt weiter. paypal@welten-wandler.net
Direkt auf der Feier in eine hübsche Spendenkiste : )